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11 Banktypen, die Sie kennen sollten – und ihre Zwecke

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11 Banktypen, die Sie kennen sollten – und ihre Zwecke

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03 November 2025 • Zug, Schweiz

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Wichtige Erkenntnisse:

  • Banken sind lizenzierte Finanzinstitute, die Einlagen von Privatpersonen und Unternehmen annehmen, Kredite vergeben und Finanzprodukte wie Sparkonten anbieten.

  • Es gibt viele Banktypen – vom Retailbanking für Privatkunden bis zur Investmentbank für komplexe Unternehmenstransaktionen. Das Wissen um die Unterschiede hilft Ihnen, die passende auszuwählen.

  • In Grossbritannien, Deutschland und der Schweiz werden Banken von verschiedenen Behörden reguliert.

Ein einziges falsches Zeichen in einer IBAN kann Verzögerungen, abgelehnte Überweisungen oder gar den Verlust von Geldern bedeuten. Wer als Unternehmen oder Privatperson grenzüberschreitend Geld sendet, sollte Bedeutung, Aufbau und Funktion der IBAN kennen. Dieser Leitfaden erklärt, wie das System funktioniert, wie Sie Ihre IBAN finden und sie korrekt nutzen, damit Zahlungen sicher und pünktlich ankommen.

Was ist Banking und wie funktioniert es?

Banking bezeichnet das Geschäft, Einlagen von Kunden entgegenzunehmen und sie zur Erzielung von Zinsen für die Bank und ihre Kunden weiter auszuleihen. Annahme und Ausleihe dieser Einlagen erfolgen in einem strikten regulatorischen Rahmen, um die Gelder zu schützen. Einlagen sind zudem weitgehend durch staatliche Einrichtungen gesichert.

Die moderne Wirtschaft ist stark auf Banken angewiesen, um kommerzielle Transaktionen – insbesondere grosse – abzuwickeln. Niemand möchte grosse Bargeldmengen mit sich führen; deshalb erfolgen Transaktionen bequem über Banken. Sehen wir uns die Kategorien an.

Zentralbanken

Zentralbanken kennen die meisten. Sie sind keine „Banken“ im üblichen Sinn, sondern staatliche Institutionen, die die Währung und die Geldpolitik eines Landes verantworten. Sie geben die Leitlinien vor, an denen sich die Geschäftsbanken orientieren.

Eine Zentralbank beaufsichtigt die in ihrer Jurisdiktion tätigen Geschäftsbanken und fungiert als Kreditgeber letzter Instanz, wenn diese vorübergehend in Schwierigkeiten geraten. So sorgt die Zentralbank dafür, dass Geschäftsbanken reibungslos arbeiten, was den Bürgerinnen und Bürgern Sicherheit gibt, Geschäfte abzuwickeln und die Wirtschaft am Laufen zu halten.

Retailbanken

Retailbanken bedienen Privatkundinnen und -kunden. Sie sind Anlaufstelle für Einzahlungen und Abhebungen. Retailbanken verleihen einen Teil der Einlagen an andere Personen und Unternehmen weiter, um Zinsen zu erwirtschaften. Den Grossteil der Zinsen behält die Bank als Gewinn, einen Teil kann sie an die Kundschaft weitergeben.

Typisch für das Retailgeschäft ist ein Filialnetz dort, wo die Kundschaft konzentriert ist. Wer dort ein Konto hat, kann jede Filiale aufsuchen und Finanzdienstleistungen nutzen.

Klassische Retailbanken

Klassische Retailbanken betreiben physische Filialen. Als Kunde können Sie eine Filiale besuchen, mit Mitarbeitenden Anliegen klären, Geld abheben, Kredite beantragen und weitere Dienstleistungen nutzen. Vor dem Aufstieg des digitalen Bankings prägten klassische Retailbanken den Markt.

Digital-first-Retailbanken

Digital-first-Retailbanken sind primär online tätig. Von der Kontoeröffnung über Einzahlungen bis zu Überweisungen findet alles online statt. Diese Banken sind wie klassische Retailbanken lizenziert und reguliert, verzichten aber auf Filialen. Viele Kundinnen und Kunden bevorzugen sie wegen des Komforts: Alles ist über das Smartphone zugänglich.

Eine digital-first-Bank ist die bequemste Wahl für Alltagstransaktionen und Rechnungszahlungen – sie macht den täglichen Zahlungsverkehr so einfach wie möglich.

Geschäftsbanken

Geschäftsbanken bedienen primär Unternehmen. Dazu gehören Treasury-Management, Finanzierungen, Trade Finance, Vermögensverwaltung und Zahlungsabwicklung – also Dienstleistungen, die für den langfristigen Betrieb eines Unternehmens wesentlich sind. So wie sich Retailbanken auf Privatpersonen ausrichten, schneidern Geschäftsbanken ihre Angebote auf Unternehmen zu.

In Europa unterliegen Geschäftsbanken nationalen Aufsichtsbehörden sowie – in EU-Ländern – der Europäischen Zentralbank (EZB). Einlagen sind durch nationale Sicherungssysteme geschützt, und die Geschäftstätigkeit ist streng reguliert. Das schafft das Vertrauen, dort Mittel zu halten und tägliche Transaktionen abzuwickeln.

Welche Arten von Geschäftsbanken gibt es?

Geschäftsbanken unterscheiden sich in ihrer Eigentümerstruktur. Es gibt Banken im öffentlichen Eigentum (staatlich), privatrechtliche Banken (in Privat- oder Unternehmenshand) sowie ausländische Banken, die mit Hauptsitz im Ausland im Inland tätig sind.

Investmentbanken

Investmentbanken konzentrieren sich auf Finanzdienstleistungen für Unternehmen. Sie nehmen keine Einlagen entgegen und vergeben keine Kredite. Sie fungieren als Vermittler, wenn Unternehmen über die Ausgabe von Aktien oder Anleihen Kapital aufnehmen, beraten beim Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten und bei der Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Sie erzielen Erlöse über Dienstleistungsgebühren.

Investment Banking spielt – wie Geschäfts- und Retailbanking – eine wichtige wirtschaftliche Rolle, denn es vereinfacht die Kapitalaufnahme und den Vermögenstransfer zwischen Unternehmen.

Worin unterscheiden sich Geschäfts- und Investmentbanken?

Geschäftsbanken nehmen Unternehmenseinlagen entgegen und bieten Kredite. Investmentbanken nehmen keine Einlagen entgegen, sondern unterstützen Unternehmen bei komplexen Transaktionen und verdienen über Gebühren. Geschäftsbanken managen Einlagen und Kredite, Investmentbanken Kapitalbeschaffung und Beratung.

Universalbanken

Universalbanken arbeiten nach einem hybriden Modell und bieten Retail-, Geschäfts- und Investmentbanking aus einer Hand. Diesen Ansatz verfolgen meist grosse Banken, die sich die nötige Expertise und Compliance-Infrastruktur leisten können.

Universalbanken sind vor allem in Europa verbreitet, wo Banken oft grösser und in geringerer Pro-Kopf-Zahl tätig sind. In den USA gibt es Universalbanken, sie sind aber seltener, weil dort viele eigenständige Geschäfts- oder Retailbanken auf einzelne Nischen fokussiert sind.

Privatbanken

Privatbanken bieten Premium-Dienstleistungen für vermögende Privatpersonen. Ihr Spektrum reicht von Steuerplanung über Vermögensverwaltung bis zur Nachlassplanung. Ein Kennzeichen: Jede Kundin und jeder Kunde hat einen dedizierten Relationship Manager, der als persönlicher Finanzberater fungiert.

Privatbanken verlangen in der Regel ein Mindestvermögen von 250'000 bis 10 Mio. USD.

Kreditgenossenschaften

Kreditgenossenschaften sind mitgliedergeführte, gemeinnützige Institute mit Banklizenz. Die Mitglieder teilen ein gemeinsames Merkmal – etwa Wohnort, Gewerkschaft oder Arbeitgeber. Inhaberinnen und Inhaber sind die Mitglieder selbst. Gewinne verbleiben bei der Genossenschaft oder fliessen in Form niedrigerer Gebühren und besserer Leistungen an die Mitglieder zurück.

Challenger-Banken und Fintechs

Challenger-Banken sind vergleichsweise junge, digital-first ausgerichtete Banken. Sie wollen den Status quo des klassischen Bankings ablösen. Während klassische Banken den grössten Marktanteil halten, gewinnen Challenger sukzessive Marktanteile. Sie sind wie klassische Banken lizenziert und reguliert.

Im Zentrum stehen Technologie, Bedienkomfort und responsiver Online-Kundenservice. Sie bieten besonders nutzerfreundliche Apps, in denen sich Geld senden und empfangen sowie diverse Dienstleistungen bezahlen lassen. Bei häufiger Nutzung können Vorteile wie Konzertticket-Rabatte hinzukommen.

Spezialisierte europäische Bankkategorien

Bankkategorien existieren in allen Regionen, werden aber unterschiedlich gegliedert. In Europa unterscheiden sich die Einteilungen leicht von jenen in den USA und anderen Regionen – die Differenzen sind jedoch gering.

In Europa werden Banken stark nach Geschäftsmodell kategorisiert: Wer Einlagen entgegennimmt, Kredite vergibt und Zinserträge erzielt, gilt als reine Retailbank. Banken mit grosser Bilanz gelten als Geschäftsbanken, jene mit gebührenbasiertem Geschäftsmodell als Investmentbanken. Wer das gesamte Spektrum aus Krediten, Einlagen und Corporate Advisory bedient, gilt als Universalbank.

Vergleich der Banktypen

BanktypWas es istZentrale DienstleistungenGeeignet für
RetailbankBanken, die primär Privatpersonen bedienenBankkonten, Kredite, Kredit- und DebitkartenPrivatpersonen
GeschäftsbankBanken, die Unternehmen bedienenBankkonten, Kredite, Devisenwechsel, Geräteleasing und Trade FinanceKleine bis mittelgrosse Unternehmen
InvestmentbankBanken für Vermögensverwaltung und Kapitalaufnahme von UnternehmenVermögensverwaltung, Kapitalbeschaffung, M&A-Beratung und WertpapierhandelGrossunternehmen
UniversalbankBanken, die sowohl Privat- als auch Unternehmenskunden bedienenSparkonten, Devisenwechsel, Kredite, M&A-Beratung und VermögensverwaltungPrivatpersonen und Unternehmen, die das gesamte Spektrum aus einer Hand wünschen
PrivatbankBanken für vermögende PrivatpersonenFinanzplanung, Nachlassplanung, Vermögensverwaltung und KrediteVermögende Privatpersonen (HNWIs)
KreditgenossenschaftMitgliedergeführte BankenSparkonten und KreditePrivatpersonen mit Fokus auf tiefere Gebühren und persönlicheren Service
Challenger-BankDigital-first ohne FilialenEinlagenkonten, Kredite und Mobile-Banking-AppsPrivatpersonen mit Fokus auf maximalen Komfort

Grosse europäische Banken

Europa verfügt über einen robusten Bankensektor, der von einigen Schwergewichten geprägt wird – allesamt Universalbanken mit Vermögen im Hunderten-Milliarden-Bereich und breitem Angebot. Die Top fünf sind HSBC, BNP Paribas, Crédit Agricole, Banco Santander und Barclays.

BankHauptsitzBilanzsumme (in Billionen)Wesentliche StärkenAuszeichnungen für digitale Innovation
HSBCLondon, UK€2.60Robuste globale PräsenzGlobal Private Banking Innovation Awards 2025 (Best Private Bank – Hong Kong SAR, China)
BNP ParibasParis, Frankreich€2.60FirmenkundengeschäftEuromoney Awards for Excellence 2025 (Best Bank for Securities Services und Europe’s Best Investment Bank for DCM and Financing)
Crédit AgricoleParis, Frankreich€2.50UniversalbankSRP Europe Awards 2025 (Most Innovative Product)
Banco SantanderMadrid, Spanien€1.80Verlässliche Dienstleistungen für KMUEuromoney Awards for Excellence 2025 (Global Best Bank for Consumers)
BarclaysLondon, UK€1.70Hervorragender KundenserviceEuromoney Awards for Excellence 2025 (UK’s Best Investment Bank)

Übersicht der Kontoarten

Banken bieten in der Regel vier Hauptkontoarten an: Sparkonten, Girokonten (Current Accounts), Festgeldkonten (Certificate of Deposit, CD) und Geldmarktkonten. Jede Kontoart hat eigene Vorteile.

Sparkonten sind einfache Konten, auf die Sie Geld einzahlen, geringe Zinsen erhalten und bei Bedarf abheben können.
Girokonten sind ideal für den Alltag, nicht für langfristiges Sparen; sie sind in der Regel unverzinst.
Festgeldkonten dienen dem langfristigen Sparen. Sie bieten höhere Zinsen als Sparkonten, verlangen aber, dass das Geld für eine bestimmte Frist – etwa 6 Monate oder 1 Jahr – gebunden ist.
Geldmarktkonten kombinieren langfristiges Sparen und Alltagstransaktionen. Sie bieten höhere Zinsen als klassische Sparkonten und ermöglichen häufige Abhebungen.

KontoartZweckTypischer MindestbestandDurchschnittlicher ZinssatzVorteile und Grenzen
SparkontoLangfristiges Sparen€101 % bis 3 %Vorteil: Verzinsung der Einlagen
Grenzen: Niedrigere Zinsen als Festgeld- und Geldmarktkonten
GirokontoAlltagstransaktionen€10keinerVorteil: Kaum Transaktionslimite
Grenze: Keine Verzinsung der Einlagen
Festgeld (CD)Langfristiges Sparen mit höheren Zinsen€500 bis €5'0002 % bis 4 %Vorteil: Höhere Zinsen als Sparkonten
Grenzen: Längere Kapitalbindung
GeldmarktkontoSparen und Alltagstransaktionen€1'000 bis €10'0002 % bis 4 %Vorteil: Vorteile von Sparen und Girokonto vereint
Grenzen: Auszahlungs- und Überweisungsbeschränkungen

Den richtigen Banktyp wählen

Diese Faktoren helfen bei der Wahl des passenden Banktyps:
  • Standort: Für ein Unternehmen mit regionalem Fokus ist eine Bank mit starker Präsenz vor Ort sinnvoll, damit Sie bei Bedarf eine Filiale besuchen können – auch auf Geschäftsreisen.
  • Kosten: Banken erheben unterschiedliche Gebühren – Transaktionsgebühren, Bezugsgebühren, Überweisungsgebühren. Recherchieren Sie diese sorgfältig und entscheiden Sie sich bewusst.
  • Zinssätze: Wer ein Sparkonto sucht, vergleicht Zinssätze. Manche Banken zahlen 1–4 %, andere nur 0,01 % – oder gar nichts.
  • Dienstleistungen: Welche Leistungen brauchen Sie neben Konten? Eine Universalbank bietet etwa Vermögensverwaltung und Anlageberatung aus einer Hand.

Warum gibt es so viele verschiedene Banktypen?

Die moderne Wirtschaft ist komplex – mit vielen Unternehmen unterschiedlicher Grösse und Branche. Das verlangt nach spezialisierten Banken, die die jeweiligen Bedürfnisse bedienen.

Die Vielzahl an Banktypen stellt sicher, dass für jede Anforderung das passende Angebot existiert. Investmentbanken unterstützen Unternehmen bei Vermögensverwaltung, Privatbanken vermögende Privatpersonen, Retailbanken den Alltag. Diese Vielfalt ist eine Stärke und ermöglicht jedem Banktyp, seine Zielgruppe optimal zu bedienen.

Fazit

Unterschiedliche Bankkategorien bedienen unterschiedliche Kundengruppen. So finden Sie die passende Kategorie für Ihren Bedarf und sichern den reibungslosen Betrieb Ihres Unternehmens.

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